Handballmänner machen es bis zur Pause spannend

Beim letzten Heimspiel der Saison, konnten die Winkelhaider Handballherren nur bis zur Halbzeit mithalten, dann mussten sie sich den favorisierten Gästen aus Hersbruck am Ende doch deutlich mit 24:33 geschlagen geben.

Die Vorzeichen und die Favoritenrolle standen bereits vor dem Spiel fest. Den Gästen aus Hersbruck fehlte nur noch ein Punkt, um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die BOL frühzeitig klarzumachen. Der TSV musste auf den besten Torschützen der Liga Toni Jäger verzichten und hatte keinen echten gelernten Kreisspieler an Board. Dennoch war es das Ziel den Gegner so lange wie möglich zu ärgern und auf die Außenseiterchance zu hoffen.

Bis zur Pause sollte dies auch gelingen, auch wenn der Start in die Partie wieder einmal deutlich ungünstig verlief. Das erste Winkelhaider Tor konnte Paul Arnold erst nach fünf Minuten erzielen. Bereits nach sieben Minuten beim Stand von 1:5 musste Coach Christian Räbel die erste Auszeit ziehen. Diese sollte aber dann Wirkung entfalten. Über eine stabilere Abwehr und erfolgreiche Angriffe konnte Tor um Tor aufgeholt werden. Nicht nur fiel nach knapp 15 Minuten vor toller Kulisse der vielumjubelte Ausgleich (8:8), auch konnte durch einen Doppelschlag von Christian Räbel eine Zwei-Tore-Führung herausgespielt werden, was wiederum zu einem Time-Out der Gäste führte. In der Folge wogte das intensive und temporeiche Spiel hin und her, schließlich erzielte Tobias Löwe mit der Pausensirene den 15:15 Halbzeitstand.

Der hohen Intensität im ersten Durchgang mussten die Blau-Weißen dann aber Tribut zollen. So dauerte es wieder sechs Minuten bis zum ersten Tor, die Gäste hatten da bereits drei erzielt (16:18). Der Knackpunkt der Partie ereignete sich dann ab der 40. Minute, wobei auch die unsicher agierenden Schiedsrichter durch einige zweifelhafte Entscheidungen auf beiden Seiten nicht gerade zur Spielberuhigung beitrugen. Durch zwei Zwei-Minutenstrafen und einer roten Karte, wegen der Unterbindung eines Konterangriffes der Gäste, dezimierten sich die Winkelhaider selbst und standen eine Zeit lang nur noch mit drei Feldspielern auf dem Platz. Die Gäste aus Hersbruck konnten diese numerische Überzahl nutzen und erhöhten den Vorsprung Tor um Tor (18:24). Dieser Rückstand war nicht mehr aufzuholen, das merkte man auch an den Jubelrufen der zahlreich mitgereisten Gästefans. Acht Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand der Winkelhaider bereits neun Tore (19:28). Diese Differenz wurde letztendlich auch bis zum Ende gehalten.

Die 24:33 Heimniederlage fällt aufgrund der starken ersten Halbzeit leider am Ende zu deutlich aus, allerdings muss man die Unterschiede zu der Kaderbreite und Qualität der Gäste berücksichtigen, die als verdienter Aufsteiger die Liga wieder Richtung BOL verlassen werden. Für die Winkelhaider gibt es kommenden Sonntag noch ein abschließendes Spiel gegen die Wundertüte des TV 1861 Erlangen-Bruck III. Anpfiff ist um 11 Uhr in der Emmy-Noether-Halle in Erlangen.

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